Die Entstehung der ersten Hotels in Rimini und der Romagna

Die ersten Hotels an der Riviera Romagnola, insbesondere in Rimini, entstanden als natürliche Weiterentwicklung des Phänomens der Seebäder, das 1843 mit der Eröffnung des "Stabilimento privilegiato dei Bagni Marittimi" auf Initiative des Grafen Baldini und des Rechtsanwalts Claudio Tintori begann.

Dieses Bauwerk, das damals einem aristokratischen Publikum vorbehalten war, das das Meer zu therapeutischen Zwecken aufsuchte, markiert den Beginn der Geschichte der italienischen und europäischen Gastfreundschaft am Meer.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Rimini zu einem beliebten Reiseziel für den Adel, der in der Nähe von Marina Centro, rund um das neu entstandene Grand Hotel und elegante Einrichtungen wie den 1873 eröffneten Kursaal, seine eigenen Sommerresidenzen und Villen baute.

Der Schwerpunkt verlagert sich allmählich vom therapeutischen Tourismus zum Sozial- und Freizeittourismus.

Die ersten familiengeführten Gästehäuser werden eröffnet zu Beginn des 20. Jahrhundertswenn die Stadt einen zunehmenden Zustrom von Urlaubern erlebt.

Ein emblematisches Beispiel ist die Familie Ricchi, die 1934 ihr Haus in eine der ersten Pensionen in Rimini umwandelte und damit eine Tradition der familiären Gastfreundschaft begründete, die bis heute anhält.

Parallel dazu wurden weitere Jugendstilvillen und frühe Hotels Auch dank der Entwicklung von Infrastrukturen wie der Eisenbahnlinie Bologna-Ancona und der Küstenstraßenbahn Rimini-Riccione hat sich die Stadt am Meer vervielfacht.

In der Nachkriegszeit, vor allem in den 1950er und 1960er Jahren, kam es zu einer regelrechten Explosion des Massentourismus: Viele Familien aus Rimini verwandelten ihre Häuser in Hotels oder Pensionen, Aufwertung der gastfreundlichen Berufung der Riviera.

Diese Entwicklung schafft das einzigartige Modell der familiären Gastfreundschaft, das die direkte und herzliche Beziehung zwischen Hoteliers und Gästen fördert und zum Markenzeichen der Urlaub am Meer in Rimini .

Zusammengefasst:

1843: Erste Badeanstalt für die Aristokratie, Geburtsstunde des maritimen Tourismus

Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts: Villen, Landhäuser und die ersten Hotels (z. B. das Grand Hotel) entstehen; das Viertel am Meer entwickelt sich

Die 1930er Jahre: Familienhäuser werden zu Pensionen

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Boom des Massentourismus, exponentielles Wachstum des Hotelgewerbes

Die Geschichte der Gastfreundschaft in Rimini und an der Riviera Romagnola ist das Ergebnis einer Kombination aus Innovation, Unternehmergeist und typisch romagnolischer Gastfreundschaft, die es geschafft hat, eine landwirtschaftlich geprägte Region in die europäische Hauptstadt des Urlaubs am Meer zu verwandeln.

Die Entstehung der Kolonien 

Die Touristenkolonien in Rimini und der Romagna entstanden Ende des 19. Jahrhunderts und entwickelten sich im Laufe des 20. Jahrhunderts, wobei sich ihre Funktion mit der Zeit veränderte.

Anfangs wurden diese Einrichtungen als Seehospize bezeichnet und hauptsächlich aus therapeutischen Gründen eingerichtet: Die positivistische Medizin betrachtete die Sonne und das Meer als förderlich für die Gesundheit der Kinder, insbesondere zur Bekämpfung von Krankheiten wie Tuberkulose.

Bereits 1907 wurde in Rimini ein Sanatorium für arme tuberkulosekranke Kinder aus Como eröffnet

Im Laufe der Zeit wich die therapeutische Funktion einem eher sozialen und erzieherischen Zweck. Ab 1928 wurden die Kolonien durch die Unterstützung des Roten Kreuzes und der Opera Nazionale per la Maternità e Infanzia (Nationale Organisation für Mutterschaft und Kindheit) zu Orten, an denen sich die Kinder während des Sommers durch Spiel und Geselligkeit stärken konnten. Diese Einrichtungen ermöglichten es den Kindern armer Familien, einen Urlaub am Meer zu verbringen.

Der eigentliche Aufschwung der Kolonien fand während der 20-jährigen faschistischen Periode statt: Das faschistische Regime sah in den Kolonien ein mächtiges Instrument zur Erziehung, sozialen Unterstützung und ideologischen Schulung der Jugend.

Große Kolonien, von denen einige mehr als tausend Kinder aufnehmen konnten, wurden auf Initiative von öffentlichen Einrichtungen, der Nationalen Faschistischen Partei, der Industrie und paramilitärischen Organisationen wie der Opera Nazionale Balilla errichtet.

In diesen Jahren wurden die Kolonien zu symbolischen Strukturen, die sich durch strenge Disziplin auszeichneten und sowohl der körperlichen Stärkung als auch der Erziehung zu den Werten des Regimes dienten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestanden die Kolonien noch einige Jahrzehnte als soziale Ferieneinrichtungen, aber mit dem Boom des Massentourismus in den 1950er und 1960er Jahren wurden viele von ihnen aufgegeben oder für andere Zwecke umgewandelt.

Kurz gesagt, die Ferienlager an der Riviera Romagnola:

Sie entstanden als Seehospize zu therapeutischen Zwecken (Ende des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts).

Seit 1928 haben sie sich zu Sozial- und Bildungseinrichtungen entwickelt, die auch Kindern aus armen Familien offen stehen.

Ihre größte Entwicklung erlebten sie während des Faschismus, als Masseninstrumente zur Erziehung und Abhärtung der Jugend und zur Verbreitung der Ideologie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Symbolen des sozialen Wandels und des kollektiven Tourismus, um dann nach dem Krieg nach und nach aufgegeben oder umgewandelt zu werden.

Diese Geschichte erzählt nicht nur die Entwicklung der Sommerferien an der Rivierasondern auch ein wichtiges soziales und kulturelles Phänomen Italiens.

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