Typische Süßspeisen der romagnolischen Tradition mit ihrer charakteristischen Ringform
Die „Bracciatelli“, im Dialekt als „Brazadèl“ bekannt, sind sehr alte süße Kekse, die bereits im Mittelalter verbreitet waren. Ihr Name leitet sich von ihrer Ringform ab: Früher steckten die Verkäufer sie auf Stangen, um sie auf Jahrmärkten und Volksfesten auszustellen.
Es handelt sich um Süßspeisen, die mit wichtigen Momenten im Familienleben verbunden sind: Taufen, Firmungen und vor allem die Zeit nach der Geburt. Daher stammt auch der Ausdruck „d’l’impajèda“ aus der Romagna, der an den alten Brauch erinnert, auf Stroh zu gebären.
Allgemeine Informationen
- Verwendung: Kekse, Desserts, Süßspeisen
- Küche: italienisch, aus der Romagna
- Schwierigkeitsgrad: leicht
- Kosten: gering
- Zubereitungszeit: 30 Minuten
- Garzeit: 15 Minuten
- Gesamtzeit: 45 Minuten
- Portionen: 6 Personen
Zutaten
- 500 g Mehl Typ 00
- 200 g Zucker
- 200 g Butter
- 1 Päckchen Backpulver
- 4 Eier
- 1 Zitrone (abgeriebene Schale)
Zubereitung
- Die Zitronenschale fein reiben und beiseitestellen.
- Die Butter im Wasserbad schmelzen lassen und etwas abkühlen lassen.
- Das Mehl auf einem Nudelbrett zu einem Berg formen, Zucker und Backpulver untermischen.
- Eier, geschmolzene Butter und Zitronenschale hinzufügen und zu einer glatten, homogenen Masse verkneten.
- Den Teig in ein leicht feuchtes Tuch wickeln und etwa 60 Minuten ruhen lassen.
- Den Teig mit dem Nudelholz ausrollen, bis er eine Dicke von etwa 5 cm hat.
- Schneiden Sie Scheiben aus und bohren Sie ein Loch in die Mitte, sodass Ringe entstehen.
- Die Bracciatelli auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und leicht mit Mehl bestäuben.
- Im Backofen bei 160 °C etwa 15 Minuten backen.
- Sobald sie aus dem Ofen kommen, mit Kristallzucker bestreuen.
Traditionelle Tipps
Die Bracciatelli sollten goldbraun, aber nicht zu knusprig sein: Ihre ideale Konsistenz ist mürbe und zart – perfekt zum Frühstück oder als Snack, vielleicht zusammen mit einem Glas Süßwein oder einer Tasse Milch.
