Die Tiberiusbrücke ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Rimini und liegt an der Mündung des Flusses Marecchia.
Der Bau wurde im Jahr 14 n. Chr. vom römischen Kaiser Tiberius, nach dem er benannt ist, in Auftrag gegeben, um die Stadt mit der antiken Via Flaminia zu verbinden, die Rom mit Rimini verbinden sollte.
Die Brücke wurde im Jahr 21 n. Chr. fertiggestellt und war eines der zentralen Elemente der Stadtentwicklung des antiken Ariminum (lateinischer Name von Rimini). Sie wurde aus istrischem Stein erbaut und weist einen 8,4 Meter hohen Mittelbogen auf, der für die damalige Zeit als Meisterwerk der Ingenieurskunst galt.
Die Brücke ist 80 Meter lang und 6 Meter breit und ist bis heute perfekt erhalten. Im Mittelalter wurden an den Seiten der Brücke zwei Wehrtürme errichtet, um die Stadt zu schützen.
Die Tiberiusbrücke hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Wahrzeichen der Stadt entwickelt: Sie diente als Straßenbrücke, Fußgängerbrücke und auch als Veranstaltungsort für Messen und Märkte.
Heute ist sie eine der wichtigsten Touristenattraktionen von Rimini und ein Wahrzeichen für die Einwohner der Stadt. Jedes Jahr am 30. August findet eine Gedenkfeier statt, um seinen Jahrestag zu begehen. Zudem wurde die Brücke 1988 zusammen mit anderen historischen Denkmälern von Rimini in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Die Tiberiusbrücke befindet sich im südöstlichen Teil der Altstadt von Rimini, in der Nähe der Piazza Ferrari.
Warum wird die Tiberiusbrücke in Rimini auch „Teufelsbrücke“ genannt?
Die Tiberiusbrücke in Rimini wird wegen ihres strengen und imposanten Aussehens auch „Teufelsbrücke“ genannt.
Dieser Name geht auf einen Volksglauben zurück, wonach mittelalterliche Brücken auf teuflisch schnelle Weise errichtet worden seien.
In der allgemeinen Vorstellung wurden Dämonen oft als geschickte und schnelle Baumeister dargestellt, die in der Lage waren, Bauwerke in außergewöhnlich kurzer Zeit zu errichten. Dieser Volksglaube nährt die Vorstellung, dass die Erhabenheit und die Beständigkeit mittelalterlicher Bauwerke mit Hilfe des Teufels zustande gekommen seien.
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Verwendung dieser Bezeichnung rein auf Tradition und Volkskunde zurückzuführen ist und keine historische Grundlage hat.
