Eingebettet in die grüne Landschaft des Forliveser Apennins, Premilcuore Es ist ein kleines Juwel der Emilia-Romagna, das mit seinen Landschaften, seiner jahrtausendealten Geschichte und seiner Atmosphäre, in der die Zeit still zu stehen scheint, verzaubert. Mit gerade einmal 684 Einwohnern schenkt dieses Dorf authentische Emotionen all jenen, die dem Trubel des Alltags entfliehen und in eine Welt aus Wäldern, Bächen und alten Steinen eintauchen möchten, die von jahrhundertelangen Geschichten erzählen.
Ein Dorf zwischen den Bergen und dem Fluss
Premilcuore liegt auf einer Höhe von 457 Metern, eingebettet in die nordwestlichen Hänge des Monte Arsiccio und umgeben vom oberen Tal des Flusses Rabbiner, das mit seinem klaren Wasser und seinen Wasserfällen spektakuläre Ausblicke bietet. Das Gemeindegebiet gehört zum Nationalpark „Foreste Casentinesi, Monte Falterona und Campigna“, ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber. Hier, zwischen jahrhundertealten Buchen und malerischen Wanderwegen, ragt der Monte Tiravento, der mit seinen 1.043 Metern eines der reizvollsten Ziele für Wanderfreunde darstellt.
Die mittelalterlichen Ursprünge und das Herz des Dorfes
Die Geschichte von Premilcuore reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits im Jahr 1124 wird der Ort in einer Urkunde erwähnt, in der Papst Callistus II. ihn der Abtei San Benedetto in Alpe überließ. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte es den Besitzer und gelangte in den Besitz mächtiger Familien wie der Guidi di Modigliana sowie berühmter Herrscher wie Caterina Sforza und Cesare Borgia, wodurch es oft Schauplatz von Auseinandersetzungen und territorialen Streitigkeiten wurde.

Noch heute spürt man beim Spaziergang durch die engen Gassen und zwischen den Steinhäusern die Kraft seines historischen Erbes. Die Überreste der Burg der Grafen von Conti Guidi, die im Mittelalter erbaut und durch das Erdbeben von 1661 teilweise zerstört wurde, die das Dorf überragte und dessen Bewohner beschützte.
Kirchen, Oratorien und Kunstschätze
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählt die Pfarrkirche San Martino in Alpe, außerhalb des Ortskerns, mit seinen Bauformen aus dem 16. Jahrhundert und den wertvollen Kunstwerken im Inneren, wie zum Beispiel die Madonna del Carmine von Jacopo Vignali und ein Kreuz aus dem 15. Jahrhundert aus der Toskana.
Im Herzen des Dorfes, dasOratorium San Lorenzo, das aus dem Mittelalter stammt und im 18. Jahrhundert renoviert wurde, beherbergt ein Altarbild, das der Rosenkranzmadonna, gemalt von Francesco Curradi.
Einen Besuch wert ist auch dasOratorium der Seligen Jungfrau der Gnaden, bekannt als „del Mogio“, im Stadtteil Balducce: ein gemütlicher und stimmungsvoller Ort, in dem ein Gemälde von Francesco Corsini aus dem 17. Jahrhundert aufbewahrt wird.
Natur und atemberaubende Ausblicke
Nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt liegt das Neue Brücke Die Brücke über den Fluss Rabbi besticht durch ihre romanische Architektur und bietet einen malerischen Ort, an dem man Fotos machen und dem Rauschen des Wassers lauschen kann. Hier kann man einen Spaziergang entlang des Flusses beginnen, vorbei an Wasserfällen und natürlichen Wasserbecken – ideal für alle, die den direkten Kontakt zur unberührten Natur suchen.
Premilcuore heute: ein Rückzugsort für Natur- und Geschichtsliebhaber
Premilcuore ist heute ein Ort, der verbindet landschaftliche Schönheit und historischer Charme, ideal für einen Ausflug oder ein entspanntes Wochenende. Mit seinen stillen Gassen, den alten Kirchen und den Wanderwegen mitten im Nationalpark erzählt das Dorf eine Geschichte, die im Herzen des romagnolischen Apennins weiterlebt.
